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Schlechte Stimmung zwischen London und Madrid wegen Gibraltar

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Schlechte Stimmung zwischen London und Madrid wegen Gibraltar

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Gibraltar sorgt wieder für Verstimmung zwischen London und Madrid. Die britische Regierung hat sich besorgt über stundenlange Verzögerungen im Grenzverkehr zwischen Spanien und Gibraltar geäußert. Seit einer Woche hatten spanische Grenzpolizisten Tausende Fahrzeuge durchsucht und damit bei hochsommerlichen Temperaturen Verzögerungen von bis zu sechs Stunden verursacht. Die Regierung des britischen Territoriums sprach von “Folter”. Die Autofahrer reagierten wütend, doch ihnen blieb letztlich nur ihre Hupe.

Erst vergangene Woche hatte der Bürgermeister der südspanischen Stadt Algeciras, José Ignacio Landaluce, geklagt, Gibraltar werfe Betonblöcke mit Metallstacheln in spanische Gewässer, um so ein künstliches Riff zu schaffen und die Arbeit der spanischen Fischer zu behindern.

Das Außenministerium in Madrid wies darauf hin, Spanien habe das Recht, Autos zu kontrollieren, die entweder das spanische Territorium verlassen oder nach Spanien einreisen wollten. Man werde daher weiterhin verstärkte Grenzkontrollen durchführen, wann immer man das für nötig halte.

Gibraltar war Großbritannien vor 300 Jahren im Vertrag von Utrecht
zugesprochen worden. Spanien erhebt Anspruch auf das Gebiet. Die
überwältigende Mehrheit der Einwohner will jedoch nicht zu Spanien.