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Chodorkowskis Berufungsverfahren: Minimale Haftverkürzung

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Chodorkowskis Berufungsverfahren: Minimale Haftverkürzung

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Das Oberste Gericht in Russland hat die Strafe für den inhaftierten Regimekritiker Michail Chodorkowski um zwei Monate verkürzt. Der frühere Öl-Unternehmer wird nun in einem Jahr frei kommen.

Chodorkowskis Klage auf sofortige Freilassung scheiterte somit. Seine Anwälte wollen sich nun an das Präsidium des Obersten Gerichts wenden.

Falle in diesem Zusammenhang das Wort Gerechtigkeit, dann sei das Urteil des Obersten Gerichts ein schlechter Scherz, erklärt der Anwalt Wladimir Krasnow. Dem Angeklagten seien großzügigerweise zwei Monate seiner Strafe erlassen worden. Selbstverständlich seien zwei Monate in Freiheit besser als hinter Gittern.

Das Gericht entschied auch, Chodorkowskis Mithäftling Platon Lebedew zwei Monate früher frei zu lassen.

Chodorkowski, der frühere Öl-Oligarch und Kritiker des russischen Präsidenten Wladimir Putin, ist wegen Steuerhinterziehung und planmäßigen Betrugs verurteilt. Das russische Vorgehen gegen ihn wurde von der EU und den USA wiederholt als politisch motiviert angeprangert.