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Nach dem Gift das Kartell - neuer Milchskandal in China

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Nach dem Gift das Kartell - neuer Milchskandal in China

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Nach dem Milchskandal der Preisskandal: Pekings Kartellwächter haben gegen sechs Hersteller von Babynahrung 80 Millionen Euro Strafe verhängt.

Sie sollen die Verunsicherung der Verbraucher nach einem Skandal um giftiges Milchpulver vor fünf Jahren genutzt haben, um die Preise nach oben zu drücken. Seither wurde Import-Milchpulver um rund 30 Prozent teurer.

Verdonnert wurden die US-Firmen Mead Johnson und Abbott, die niederländische Firma Friesland, der neuseeländische Konzern Fonterra und Dumex, eine Tochter des französischen Konzerns Danone. Deri Unternehmen kooperierten und blieben ungeschoren: Eine Nestlé-Tochter (Wyeth), Beingmate und Meiji.

Bittere Ironie der Geschichte: Chinas Konsumenten können nicht mal mehr teurem Import-Milchpulver vertrauen. Der weltgrößte Exporteur von Milchprodukten, Fonterra aus Neuseeland, musste am Wochenende vor seiner Molke warnen. Sie war im Mai 2012 produziert worden und könnte mit Bakterien verseucht sein, die möglicherweise eine lebensgefährliche Botulismus-Vergiftung auslösen.

China ist für Fonterra der wichtigste Absatzmarkt. Aktuell stammt Milchpulver für Säuglinge in China fast zur Hälfte aus dem Ausland, meist aus Neuseeland.

Mit Reuters