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Kann Steinbrück mit Anti-Merkel-Parolen punkten?

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Kann Steinbrück mit Anti-Merkel-Parolen punkten?

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Dieser Schuss könnte nach hinten losgehen. Die deutschen Sozialdemokraten setzen beim Stimmenfang für die Bundestagswahl am 22. September auf Konfrontation. In einer Plakatkampagne zieht die SPD Angela Merkel durch den Kakao und mokiert sich unter anderem über die fehlende Internet-Affinität der Kanzlerin.

SPD-Spitzenkandidat Peer Steinbrück legte jüngst verbal nach. Auf einer Diskussionsveranstaltung sagte der Sozialdemokrat, er habe bislang noch nie “eine echte europäische Rede” Merkels gehört, ihr Aufwachsen in der DDR spiele in dieser Hinsicht durchaus eine Rolle. Steinbrück betonte, er wolle diese Äußerung nicht als Diffamierung der Kanzlerin verstanden wissen, doch die Reaktion der Konservativen kam prompt. Die SPD sei mit ihrem Latein am Ende, hieß es aus CDU-Kreisen.

Wahlkampfexperten schätzen das in den USA oft angewendete “Negative Campaigning” als riskant ein, in Deutschland könne dieses Vorgehen schnell zum Eigentor werden. Jüngste Umfragen sehen die CDU bei 40, die SPD bei 23 Prozent. Die Grünen erhielten demnach 13 Prozent – zu wenig für Rot-Grün, um Merkel zu stürzen.

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