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Treffen abgesagt - Obama versetzt Putin

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Treffen abgesagt - Obama versetzt Putin

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US-Präsident Barack Obama hat das für September auf dem G20-Gipfel geplante Treffen mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin abgesagt. Grund dafür seien politische Spannungen um den ehemaligen US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden, hieß es aus dem Weißen Haus.

Russland hatte Snowden zuvor politisches Aysl gewährt – eine für ihn enttäuschende Entscheidung, so Obama in einer US-Fernsehtalkshow. “Auch wenn kein Auslieferungsabkommen mit Russland besteht, haben wir uns doch immer um Respekt bemüht”, so Obama weiter. “Wenn sich ein Gesetzesbrecher oder mutmaßlicher Gesetzesbrecher im Land befand, haben wir die Situation genau betrachtet und mit ihnen kooperiert. Umgekehrt ist das nun nicht der Fall. Die Situation ist Ausdruck der Schwierigkeiten, die wir in letzter Zeit mit Russland hatten.”

Nach seiner Flucht von Hawaii nach Hongkong hatte sich Snowden fast 40 Tage im Transitbereich eines Moskauer Flughafens aufgehalten. Anfang August durfte er schließlich nach Russland einreisen. Sein Aysl gilt vorerst für ein Jahr.
Der Computerexperte hatte zuvor vertrauliche Informationen des US-Geheimdienstes NSA an die Presse weitergegeben. Washington will ihn wegen Geheimnisverrats vor Gericht stellen.