Eilmeldung

Eilmeldung

US-Pompkino: Leonardo DiCaprio bringt's, Johnny Depp nicht

Sie lesen gerade:

US-Pompkino: Leonardo DiCaprio bringt's, Johnny Depp nicht

Schriftgrösse Aa Aa

Bei Leonardo DiCaprio funktioniert’s. Er lockt in der Geschichte des Millionärs und Lebemanns Jay Gatsby zu Zeiten der Goldenen Zwanziger die Amerikaner an die Kinokassen wie vom pompösen Sommerkino gewöhnt.

Hinter dem opulenten “Großen Gatsby” steckt Time Warner, dem auch der Sender CNN gehört. Umsatz und Gewinn stiegen im abgelaufenen Quartal deutlicher als erwartet – der Gewinn um fast 90 Prozent auf fast 580 Millionen Euro – der Konzern hob seine Jahresprognose an.

Aber was hat der “Große Gatsby”, das der “Lone Ranger” aus dem Unterhaltungskonzern Walt Disney mit Johnny Depp nicht hat? Dieser geplante Blockbuster wird wohl keiner mehr. Bei Disney strich man schon 2011 einige üppige Szenen. Die Kritik bemängelte trotzdem “Action-Overkill”. Die Macher rechnen mit 140 Millionen Euro Verlust aus dem Projekt – es lässt bei Disney insgesamt nur einen leicht gesteigerten Nettoquartalsgewinn übrig.

Der Unterschied heißt “blockbuster fatigue” (Pompkino-Gähnen). Viel Pomp zieht nicht mehr automatisch. Auch “Pacific Rim” aus dem Hause Warner Bros und “White House Down” von Columbia Pictures gelten als millionenschwere Flops.

“Hollywood entdeckt, so der Branchendienst “The Hollywood Reporter”, dass es nicht so schlau ist, zur gleichen Zeit ein ganzes Bündel von 100-Millionen- Dollar-Filmen auf die Leute loszulassen.”

Mit Reuters