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Deutsche Exporteure "hängen durch"

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Deutsche Exporteure "hängen durch"

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In den ersten sechs Monaten verkauften deutsche Unternehmen weniger ins Ausland. Die Geschäfte mit den kriselnden Euro-Ländern liefen schlechter und zuletzt auch in Übersee.

Von Januar bis Juni schrumpften die Exporte um 0,6 Prozent auf 547,4 Milliarden Euro, so das Statistische Bundesamt. Das magere Wachstum in Übersee von 1,0 Prozent konnte den Rückgang in der EU von 1,7 Prozent nicht wettmachen.

“Es gab im ersten Halbjahr einen Durchhänger”, so Anton Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA). “Die Gründe für die schwache Zwischenbilanz liegen vor allem in der weiterhin schwachen Wirtschaftsleistung der südlichen Länder der Euro-Zone, inklusive Frankreich”, sagte Börner. “Und aus China und den übrigen Schwellenländern kamen nur wenig Impulse.”

Da aber die Euro-Zone vor dem Ende ihrer Dauer-Rezession stehe und China zuletzt wieder mehr importierte, könne im zweiten Halbjahr wieder ein Wachstum herausspringen.

Im Juni wurde 0,6 Prozent mehr exportiert als im Mai, und 0,8 Prozent weniger importiert.

Deutschland verkauft 51,5 Prozent seiner Wirtschaftsleistung ins Ausland (2012) und importiert im Gegenwert von 45,8 Prozent.

Mit Reuters