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Pulverfass Ägypten: Westen befürchtet neues Blutbad

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Pulverfass Ägypten: Westen befürchtet neues Blutbad

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Angespanntes Warten in Ägypten. Dort haben Regierungsanhänger auf der einen und Islamisten auf der anderen Seite zu neuen Massendemonstrationen aufgerufen. Während sich die westlichen Mächte weiter um einen Dialog zwischen den verfeindeten Lagern bemühen, erklärte die Regierung in Kairo die Vermittlungsversuche für gescheitert.

Schuld daran sind nach Meinung des Übergangspräsidenten Adli Mansur die islamistischen Anhänger des gestürzten Präsidenten Mohammed Mursi. Die Übergangsregierung hat Neuwahlen in neun Monaten angekündigt, was die Muslimbrüder ablehnen. Diese wollen erst dann ihre Proteste beenden, wenn Mursi wieder im Amt ist. Eine mögliche Kandidatur des mächtigen Armeechefs General Abdel Fattah al-Sisi könnte zudem zu noch größeren Spannungen führen – das Militär ist für den Sturz des demokratisch gewählten Präsidenten verantwortlich.

Die Angst wächst, dass es an diesem langen Wochenende zum höchstem islamischen Feiertag, dem Fest des Fastenbrechens, zu einem neuen Blutbad kommt. Kairo hatte in der vergangenen Woche angeordnet, die zwei Protestlager der Mursi-Anhänger räumen zu lassen. Im Konflikt kamen in den letzten Wochen in Ägypten bereits mehr als 250 Islamisten ums Leben.

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