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Religionsführer beten für Mandela

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Religionsführer beten für Mandela

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Im südafrikanischen Pretoria haben Religionsführer des Landes erneut zu Gebeten für den erkrankten Nationalhelden Nelson Mandela aufgerufen.

Der Zustand ihres Ex-Mannes sei zwei Monate nach seiner Einlieferung in eine Klinik der Hauptstadt weiter ernst, erklärte Mandelas geschiedene Frau Winnie in einem Fernsehinterview. “Er ist schwer krank, wie jeder in seinem Alter, der kein einfaches Leben hatte. Er musste auf Robben Island so vieles ertragen. Sie mussten damals Steine zertrümmern, aber in Wahrheit haben sie ihre Seelen zerschlagen”, so die Politikerin.

Während der Apartheid in Südafrika hatte der Freiheitskämpfer 27 Jahre in Haft gesessen. In den 90er Jahren wurde er der erste schwarze Präsident des Landes. In den vergangenen Jahren litt er zunehmend unter gesundheitlichen Probleme, weiß seine Ex-Frau: “Man hatte ihn ja praktisch schon für Tod erklärt. Um uns herum werden Vorbereitungen für seine Beerdigung getroffen. Welcher Mensch kann das ertragen?”

Der 95-jährige Mandela wird seit dem 8. Juni wegen einer schweren Lungenentzündung behandelt. Innerhalb seiner Familie war daraufhin ein Streit um sein Erbe und seine Beisetzung entbrannt.