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Russland-USA: Eisige Stimmung

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Russland-USA: Eisige Stimmung

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Barack Obama und Wladimir Putin – sie sind enttäuscht voneinander. Ein geplantes Treffen Anfang September in Moskau hat der US-Präsident nun abgesagt. Der Stolperstein: Die Snowden-Affäre. Doch das sei nicht der einzige Grund, so die Erklärung der USA:

Jen Psaki, Sprecherin des US State Department:

“Bei zentralen Themen konnten wir keinen hinreichenden Fortschritt erkennen, um ein bilaterales Treffen auf Präsidenten-Ebene abzuhalten. Das wäre kein konstruktiver Schritt gewesen.”

Kommentatoren sprechen von einer diplomatschen Ohrfeige für Putin. Der Streit um Snowden spitzt sich weiter zu, seit Russland dem Enthüller der US-Spähaffäre vergangene Woche Asyl gewährt hat – den wiederholten Auslieferungsaufforderungen seitens der USA zum Trotz.

Andrew Weiss, Fachmann für Internationale Beziehungen am Carnegie Endowment for International Peace erklärt:

“Nach seiner Wiederwahl hat Obama die russische Seite aufgefordert, an einer gemeinsamen Agenda zu arbeiten. Das haben die USA und Russland in den vergangenen Monaten versucht – und an den entscheidenden Punkten nichts erreicht. Die Entscheidung, das Treffen in Moskau abzusagen, ist mehr Ausdruck der Frustration hierüber als nur die Folge des Snwoden-Falls.”

Die Teilnahme am G20-Gipfel in Sankt Petersburg hat Obama bisher nicht abgesagt. Der findet am 5. und 6. September statt. Aber statt vorher nach Moskau zu reisen, wird der US-Präsident einen Abstecher nach Schweden machen.

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