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Empörung über Bade-Verbot für Asylsuchende in der Schweiz

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Empörung über Bade-Verbot für Asylsuchende in der Schweiz

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Die Schweizer Kleinstadt Bremgarten hat die Bewegungsfreiheit von Asylbewerbern eingeschränkt. Sie dürfen nicht ins Schwimmbad oder auf den Sportplatz. Anfang der Woche wurde in einer früheren Kaserne eine Asylunterkunft für 150 Personen eröffnet. Die ersten 23 Flüchtlinge sind da, sie kommen aus Eritrea, Tibet oder dem Sudan.

Die Asylsuchenden dürfen das Freibad, sowie Schul- und Sportanlagen nicht ohne Bewilligung betreten. Bremgartens Bürgermeister Raymond Tellenbach erklärte: “Wir haben das Verbot aus Sicherheitsgründen gewollt, dass es zu keinen Schwierigkeiten kommt – vor allem unseren Schülern und Schülerinnen gegenüber. Wir möchten sicher sein, dass sie nicht auf irgendeine Art belästigt werden.”

Die Empörung über das “Badi-Verbot” ist groß. Die Schweizer Flüchtlingshilfe nennt die Regelung “rechtlich und humanitär unhaltbar”. Andere Initiativen sprechen von “offener Diskriminierung”. Die Abgeordnete Silvia Schenker sagte: “Mich erinnert das an Apartheid, ich hab den Eindruck, es gibt Menschen von verschiedenen Klassen, die einen, die sich überall aufhalten können und die anderen nicht – und das nur wegen ihres Status: Asylsuchender.”

Für Schlagzeilen sorgt zudem die US-Moderatorin Oprah Winfrey. Sie sei in einer Boutique in Zürich Opfer von Rassismus geworden. Die Verkäuferin habe sich geweigert, ihr eine teure Handtasche zu zeigen.