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Großbritanniens Schwule boykottieren russischen Wodka

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Großbritanniens Schwule boykottieren russischen Wodka

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Großbritanniens Schwule machen Front gegen Russland. Aus Protest gegen das international umstrittene Verbot im Beisein von Kindern über Homosexualität zu reden, haben britische Schwulenbars den Verkauf von russischen Wodka eingestellt. Mit ihrem Wodkaboykott wollen sie mehr als nur ein Zeichen setzen: “Wenn das Kreise zieht und immer mehr Menschen keine russischen Produkte kaufen, dann werden sie das spüren”, ist sich Gastwirt Garry Hansham sicher.

Bei den Gästen kommt der Wodkaboykott gut an: “Es macht auf das Problem aufmerksam, aber ich bin mir nicht sicher, ob es das lösen wird. Zumindest zeigt es aber die Probleme die Homosexuelle heute in Russland haben”, findet ein Gast.

Der Leichtathletik-Weltverband (IAAF) forderte Russland vor Beginn der Weltmeisterschaften in Moskau auf, die Ansichten über Lesben und Schwule zu überdenken. Obwohl die russische Regierung versichert hat, dass es im Umfeld der olympischen Winterspiele in Sotschi zu keiner Diskriminierung homosexueller Athleten kommen werde, werden die Rufe nach einem Olympiaboykott lauter.

Der schwule britische Schauspieler Stephen Fry forderte das Internationale Olympische Komitee und den britischen Premierminister David Cameron dazu auf, die Spiele in Sotschi abzusagen. In Russland mache man Schwule zu Sündenböcken, so wie es Hitler mit den Juden gemacht habe, sagte Fry.