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Kurzarbeit auf Britisch

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Kurzarbeit auf Britisch

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Bei Sports Direct, dem größten Sportartikelhändler Großbritanniens arbeiten 90 Prozent der Angestellten mit Teilzeitverträgen. Verträge, die eine Arbeitszeit von Null Stunden garantieren. Bezahlt wird nur die tatsächlich gearbeitete Zeit, die Arbeitnehmer müssen dem Unternehmen aber ständig zur Verfügung stehen.

Craig O’Callaghan erklärt, wie sein “Zero-hour-Contract” funktioniert: “Sie hängen einen Dienstplan für einige Wochen aus. Aber wenn man dann reinkommt, stellt man fest, dass sie den Plan geändert haben. So stellt man am Dienstag fest, dass man am Freitag plötzlich arbeiten soll, oder man kommt zu einer angesetzten Schicht und stellt fest, dass man nicht gebraucht und nach Hause geschickt wird. Und weil man einen Arbeitsvertrag hat, kann man kein Arbeitslosengeld beantragen”.

So ganz legal ist das Vorgehen von Sports Direct wohl nicht. Vor einem Arbeitsgericht ist eine Klage anhängig. Nach Angaben des Office for National Statistics gibt es in Großbritannien etwa 250.000 “Zero-Hour-Contracts”. Auch Amazon und sogar der Buckingham Palace sollen sich ihrer bedienen.