Eilmeldung

Eilmeldung

Ministergrüße aus Moskau: Putin schickt Lawrow nach Washington

Sie lesen gerade:

Ministergrüße aus Moskau: Putin schickt Lawrow nach Washington

Schriftgrösse Aa Aa

In der US-Hauptstadt sind die Außen- und Verteidigungsminister Russlands und der USA zu Gesprächen zusammengetroffen. Zuletzt war es im Streit um den ehemaligen US-Geheimdienstler Edward Snowden zu starken Spannungen zwischen den beiden Ländern gekommen.

Auf einer Pressekonferenz anlässlich der so genannten “2plus2”-Gespräche signalisierte der russische Außenminister Sergei Lawrow seinem Gegenüber Gesprächsbereitschaft. “Ich kann mich noch gut erinnern, wie wir beide uns das erste Mal getroffen haben”, so Lawrow. “John Kerry sagte mir, dass unseren beiden Ländern eine enorme Verantwortung zukomme, vieles hänge von uns ab. Deswegen müssten wir wie Erwachsene zusammenarbeiten.” Er sei dazu bereit und hoffe, dass auch die USA ihren Teil dazu beitragen, sagte Lawrow weiter.

Aus Ärger über das russische Asyl für den Amerikaner Snowden hatte US-Präsident Barack Obama zuvor ein Treffen mit Kremlchef Wladimir Putin abgesagt. Grund genug für seinen Außenminister John Kerry, gegenüber den Russen versöhnliche Töne anzuschlagen. “Es ist kein Geheimnis, dass wir in der Vergangenheit einige Herausforderungen zu meistern hatten, nicht nur was den Fall Snowden angeht”, sagte Kerry. Die Wichtigkeit des Treffens gehe aber weit über die Momente der Uneinigkeit hinaus.

Nachdem sich die Präsidenten der beiden Länder auf dem G20-Gipfel in Sankt Petersburg im September offenbar aus dem Weg gehen werden, sollen ihre Minister nun klären, inwiefern die USA und Russland, etwa auf den Gebieten der Terrorbekämpfung und der Abrüstung, noch gemeinsam handlungsfähig sind.