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Hunderte protestieren in Belgien gegen umstrittenes Homosexuellen-Gesetz in Russland

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Hunderte protestieren in Belgien gegen umstrittenes Homosexuellen-Gesetz in Russland

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Mit einer Demonstration vor dem russischen Konsulat im belgischen Antwerpen haben mehrere Hundert Menschen am Freitag ein Zeichen gegen Homophobie gesetzt.

Mit ihrer Kuss-Demo protestierten sie gegen das umstrittene russische Gesetz gegen “Homosexuellen-Propaganda” vor Minderjährigen.

Marica Poelman, Organisatorin des Protests:
“Das Gesetz ist so vage, dass man es dazu verwenden kann, jeden Ausdruck von Homosexualität zu kriminalisieren. Und so löscht man Homosexualität aus den Gedanken und aus den Straßen. Man macht sie unsichtbar.”

Präsident Wladimir Putin hatte das Gesetz im Juni unterzeichnet. Vor kurzem stellte die russische Regierung klar, dass es auch während der Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi gelte.
Das olympische Komittee fordert diesbezüglich eine Klarstellung.

Jacques Rogge, Präsident des IOC:
“Die Olympische Charta ist sehr deutlich. Sie besagt, dass Sport ein Menschenrecht ist und für alle zugänglich sein solllte, unabhängig von ihrer Rasse, ihrem Geschlecht oder ihrer sexuellen Orientierung. Auch die Spiele sollten für alle offen sein, ohne Diskriminierung. Unsere Position ist also klar.”

Witali Milonow, der an der Ausarbeitung des Gesetzes beteiligt war, hat seine eigene Sicht auf die Dinge:

“Niemand wurde in Russland je wegen seiner sexuellen Orientierung verhaftet. Erliegen Sie nicht der Hysterie von Perverslingen in ganz Europa. Unsere bestbezahlten Künstler haben keine klassische sexuelle Orientierung, und keiner von ihnen wird diskriminiert.”

Seit heute laufen in Moskau die Leichtathletik-Weltmeisterschaften. Auch hier müssten sich die Teilnehmer keine Sorgen um ihre Sicherheit machen, sagte der russische Sportminister.