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Spannung vor Stichwahl in Mali

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Spannung vor Stichwahl in Mali

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Rund 6,5 Millionen Malier sind an diesem Sonntag aufgerufen in einer Stichwahl den künftigen Staatspräsidenten zu bestimmen. Im ersten Wahlgang vor zwei Wochen lag der ehemalige Ministerpräsident Ibrahim Boubacar Keita zwar mit 39,8 Prozent weit vorne, konnte aber die notwendige absolute Mehrheit nicht erringen. Keita gilt als Favorit, haben sich doch 22 der 25 im ersten Wahlgang ausgeschiedenen Kandidaten hinter ihn gestellt.

Gegen Keita tritt Ex-Finanzminister Soumaila Cissé an. Der ehemalige Chef der westafrikanischen Währungsunion Cissé aus dem krisengeschüttelten Norden Malis klagte über Unregelmäßigkeiten und Betrug im ersten Wahlgang. Auch Cissé werden durchaus Chancen eingeräumt, da er ihn die größte Partei Malis – Allianz für ein demokratisches Mali (ADEMA) – unterstützt.

“Malis Erneuerung ist möglich. Wir trauen unseren Führern. Wir trauen ihnen schon seit langem. Aber eine Nation kommt gelegentlich ins Stolpern, aber das ist nichts, was man überwinden kann”, meint der arbeitslose Wähler Mamadou Kouresi.

Vor zwei Wochen betrug die Wahlbeteiligung knapp 50 Prozent – ein Rekord für das westafrikanische Land, in dem die Wahlbeteiligung traditionell sehr gering ist. Allerdings wählten mehr Menschen im Süden als im Norden.

Weiterführende Links

Ibrahim Boubacar Keïta (französisch)

Soumaïla Cissé (französisch)