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Neuer Windpark produziert Strom für niemanden

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Neuer Windpark produziert Strom für niemanden

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Vor der deutschen Nordseeinsel Borkum ist am Samstag der Offshore-Windpark “Riffgat” offiziell eröffnet worden. Die 30 Windmühlen von Deutschlands erstem kommerziellen Offshore-Windpark können zwar Strom produzieren, doch mangels Leitungsanschluss kann der Strom nicht ins Netz eingespeist werden. Der für den Netzanschluss verantwortliche Stromnetzbetreiber TenneT machte Munitionsfunde auf dem Meeresboden für die Verzögerung verantwortlich. Bei der Bergung gebe es unvorhersehbare Schwierigkeiten. Diese Darstellung stellt der Betreiber, der Oldenburger Energieversorger EWE, in Frage. Die Probleme seien schon sehr lange bekannt. “Es ist auch schon lange bekannt, dass wir den 1. und 2. Weltkrieg hatten. Also von daher ist es schon für uns nicht immer nachvollziehbar, warum jetzt diese Verzögerung eintritt”, erklärte die Technische Projektleiterin des Offshore Windparks Riffgat, Irina Lucke.

Nach den momentanen Planungen soll der Windpark bis Februar 2014 ans Stromnetz angeschlossen werden. Ursprünglich sollte das 15 Kilometer lange Seekabel bereits Ende 2012 liegen. Mit ihren 108 Megawatt installierter Leistung können die Windmühlen rechnerisch rund 120 000 Haushalte mit Strom versorgen, wenn sie einstmals an das Stromnetz angeschlossen werden.

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Weiterführende Links

Riffgat Offshore-Windpark

TenneT

EWE

Karte des Höchstspannungnetzes von TenneT