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Stichwahl in Mali um das Präsidentenamt


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Stichwahl in Mali um das Präsidentenamt

Mali hat heute die Wahl: Ibrahim Boubacar Keita könnte in dem westafrikanischen Krisenland neuer Staatspräsident werden oder Soumaila Cissé. Es ist der zweite Wahldurchgang; in der ersten Runde vor zwei Wochen, noch mit über zwanzig Kandidaten, hatte Keita deutlich vorn gelegen, der auch schon einmal Regierungschef war. Cissé, ein ehemaliger Finanzminister, folgte erst mit großem Abstand.

Trotz aller Befürchtungen verlief der erste Wahldurchgang friedlich – keine Selbstverständlichkeit in einem Land, das noch zum Jahresbeginn zerrissen war. Der Regierung war die Hälfte des Landes entglitten, mehrere Gruppen von Aufständischen, zumeist Islamisten, wollten dort jeweils einen eigenen Staat errichten. Erst als die Regierung Soldaten der früheren Kolonialmacht Frankreich zu Hilfe rief, wendete sich das Blatt wieder.

Selbst so schien es vielen gewagt, jetzt schon eine Präsidentenwahl abzuhalten. Immerhin ging aber vor zwei Wochen fast jeder zweite Wahlberechtigte auch wählen – ein Rekord für Mali, wo die Wahlbeteiligung immer gering ist.

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