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Radioaktiver Badespaß in Fukushima

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Radioaktiver Badespaß in Fukushima

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Die Menschen am Strand in Fukushima lassen sich durch nichts vom Badespaß abhalten – auch nicht durch 300 Tonnen radioaktiv verseuchtes Wasser, das täglich am Reaktor in den Boden sickert und so ins Meer gelangt.

Alle 17 Strände in der Nähe des havarierten Atomkraftwerks haben schon lange wieder geöffnet, aus dem Lautsprecher kommt die Aufforderung, entspannt zu sein und den Tag zu genießen.

Die AKW-Betreiberfirma Tepco begann for kurzem das gefährliche Wasser abzupumpen. Die Behörden gehen davon aus, dass radioaktiv-verseuchtes Wasser seit dem Unfall – also seit zwei Jahren – in den Pazifik fließt.

Experte Blair Thornton von der Tokio Universität möchte nicht in Fukushima an den Strand. Er sagt: “Das Ausmaß der Verseuchung kannten wir nicht. Wir müssen die Auswirkungen auf die Lebewesen im Meer viel genauer untersuchen.”

Wenn es nach dem Willen der Regierung in Tokio geht, soll in Fukushima nicht nur weiter munter gebadet werden, auch der Meiler soll 2014 wieder ans Netz.

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