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Gewinnen oder sterben: Mursi-Anhänger zum Äußersten bereit

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Gewinnen oder sterben: Mursi-Anhänger zum Äußersten bereit

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Kairo, nahe der Rabea-al-Adawija-Moschee. Die Unterstützer des am 3. Juli vom Militär gestürzten ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi harren seit Wochen hier aus. Die Polizei will die Lager auflösen, befürchtet aber massiven Widerstand. Denn die Islamisten wollen nur eines: Mursi soll ins Amt zurückkehren. Eher wollen sie ihren Protest nicht beenden und sind zum Äußersten bereit.

“Hier herrscht großes Gemeinschaftsgefühl. Wir rechnen ständig damit, dass wir sterben könnten. Wenn es so weit kommen sollte, bitten wir, für Allah zu sterben”, sagt eine Mursi-Anhängerin. Ein Mann ergänzt: “Die Stimmung hier und auf allen anderen Plätzen in Ägypten ist gut. Wir sind Krieger Gottes – und wir verlassen die Straßen nicht, ehe wir gewinnen oder sterben.”

Man werde zunächst die Zufahrten sperren, um die Versorgung der Demonstranten zu unterbinden, heißt es aus ägyptischen Polizeikreisen.

“Die Leute warten gebannt, da sich die Anzeichen für das Einschreiten der Sicherheitsorgane mehren. Die Demonstranten zeigen sich entschlossen, einem Polizeieinsatz entgegenzutreten, der entscheidend für die politische Zukunft in Ägypten sein könnte”, sagt euronews-Reporter Mohammed Shaikhibrahim in Kairo.

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