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Lange Schlangen an der Grenze zu Gibraltar

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Lange Schlangen an der Grenze zu Gibraltar

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Im Streit um Gibraltar hat Spanien am Dienstag seine Grenzkontrollen zu dem britischen Überseeterritorium verschärft. In der Folge bildeten sich noch längere Schlange an der Grenzübergangsstelle in La Línea de la Concepción. Zeitweise betrug die Wartezeit am Grenzübergang nach Gibraltar fünf Stunden.

Die spanische Verkehrsministerin betont die Verhandlungsbereitschaft Spaniens: “Wir wollen die Angelegenheit im Dialog und im gegenseitigen Einverständnis lösen. Die Interessen Spaniens müssen jetzt verteidigt werden. Deshalb handelt die spanische Regierung richtig, denn sie ist im Recht!”, meinte Ana Pastor.

Die Regierung von Gibraltar forderte Spanien auf, den Konflikt nicht auf dem Rücken der Menschen auszutragen. “Ich glaube eine Möglichkeit internationale Konflikte zu vermeiden liegt darin, Schlangen an Grenzübergängen zu vermeiden, unter denen die Alten, die Jungen und die Schwachen leiden. Ich glaube, es wäre gut, entweder den Internationalen Gerichtshof anzurufen, der dafür geschaffen wurde, und dazu habe ich Spanien vor den UNO im vergangenen Oktober aufgerufen, oder einen politischen Dialog zu beginnen. Es gibt das dreiseitige Forum, das Großbritannien, Spanien und Gibraltar 2005/06 eingerichtet haben. Spanien, genauer gesagt die Regierung der Volkspartei hat sich daraus zurückgezogen”, sagte der Chefminister von Gibraltar Fabian Picardo.

Gibraltar hatte Ende Juli Betonblöcke mit Metallstacheln versenkt, um zum Schutz von Laichgründen ein künstliches Riff zu schaffen. Spanien wirft Gibraltar vor, durch die Metallstacheln die spanischen Fischer zu behindern.

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