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Nahverkehr-Utopie: Beam' mich mal schnell nach San Franzisco

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Nahverkehr-Utopie: Beam' mich mal schnell nach San Franzisco

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Wenn einer zu viele Ideen hat, dann muss er welche abgeben. Der US-Unternehmer Elon Musk sucht Leute, die andere in einer Röhre von San Francisco nach Los Angeles katapultiert, in 30 Minuten – mit dem Auto dauert die Fahrt im Moment an die sechs Stunden. Der Name des utopisch anmutenden Projekts: “Hyperloop.”

Nicht geschenkt, meint der Experte, nicht nur wegen der Kosten von geschätzt 4,5 Milliarden Euro. Joshua Schank, Präsident und CEO, ENO Center for Transportation:

“Selbst wenn Sie eine ganz normale Hochbahn bauen, dann sind die Zusatz-Kosten schon erheblich, für Wegerechte und es gibt immer Einsprüche wegen der Umweltbelastung – die Menschen wollen nicht unbedingt, dass solche Dinger vor ihrem ersten Stock vorbeisausen.”

Musk kalkuliert mit 4,5 Milliarden Euro für die Technik. Der 42jährige gilt als Technik-Guru und ist unter anderem Chef des Elektroauto-Herstellers Tesla Motors. Er war auch die treibende Kraft hinter dem Online-Zahlsystem Pay Pal und gründete die Raumfahrtfirma SpaceX.

Hyperloop will er nicht selbst bauen, er betreibt es als “Open Source”- Projekt – jeder kann dazu beitragen.

Ein paar technische Details des Phantasieprodukts:

In Hyperloop werden die Passagiere in Aluminium-Kapseln wie in einer Rohrpost hin- und hergeschossen. Die Kapseln gleiten auf einem Luftpolster. Den entscheidenden Schub soll die Hyperloop-Kapsel elektromagnetisch bekommen, während der Fahrt sollen Elektromotoren die Geschwindigkeit hochhalten – bei 1.220 Stundenkilometern.

Mit AFP

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