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Wieder Kritik an Israels Siedlungspolitik

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Wieder Kritik an Israels Siedlungspolitik

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Vor den für Mittwoch geplanten Nahost-Gesprächen mit den Palästinensern hat Israel unterschiedliche Signale ausgesandt. Die Regierung will wegen Mordes verurteilte Palästinenser freilassen, gleichzeitig kündigte sie an, den Siedlungsbau im Westjordanland und in Ost-Jerusalem voranzutreiben.

Die palästinensische Unterhändlerin Hanan Aschrawi sagt, was den Sieglungsbau angehe, benähmen sich die Israelis, als hätten sie das Westjordanland schon annektiert.

Unterdessen freuen sich die Familien der palästinensischen Langzeithäftlinge auf deren Rückkehr. Die israelische Gefängnisbehörde veröffentlichte die Namen von 26 Palästinensern, von denen 20 wegen Mordes verurteilt sind.

Für die Familien der Mordopfer ist dies ein trauriger Tag. Sie weisen darauf hin, dass es sich bei den Gefangenen nicht um politische Häftlinge handelt, sondern um Mörder. Meir Indor von der Opferorganisation “Almagor” erklärt: “Die Mörder kommen nun um ihre Strafe herum. Sie hätten doch eigentlich die Todesstrafe bekommen oder bis an ihr Lebensende einsitzen müssen, und nicht jetzt nach zwanzig Jahren wieder frei sein mit einem siegreichen Grinsen im Gesicht.”

In verschiedenen Städten Israels, wie in Jerusalem und Tel Aviv, demonstrierten Opferverbände gegen die Freilassung der verurteilten Mörder.