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Dank Deutschland: Eurozone lässt Rezession hinter sich

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Dank Deutschland: Eurozone lässt Rezession hinter sich

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Die Euroländer haben die längste Rezession ihrer noch jungen Geschichte überwunden. Im zweiten Quartal dieses Jahres lag das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in den Ländern mit Eurowährung um 0,3 Prozent höher als im ersten.Entscheidende Impulse kommen von den beiden größten Volkswirtschaften Frankreich und vor allem Deutschland.

Außerhalb der Eurozone schnitt auch Großbritannien mit einem Zuwachs von 0,6 Prozent zum Vorquartal und 1,4 Prozent im Jahresvergleich stark ab.

Chantal Hughes, Sprecherin der EU-Kommission, sagte: “Ein nachhaltiger Aufschwung ist in Reichweite – aber nur wenn wir an allen Fronten unseres Krisenmanagements weiter arbeiten. Wir müssen die Wirtschaftsreformen vorantreiben, die Schulden unter Kontrolle bringen und die Säulen stärken, auf denen die Wirtschafts- und Finanzunion ruht.”

Italien und Spanien verharren noch in der Rezession.Spanien lag mit minus 0,1 Prozent gegenüber dem vorherigen Quartal noch knapp im negativen Bereich – im Jahresvergleich nahm das BIP aber noch um 1,7 Prozent ab. In Italien wird ein Minus von 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal ausgewiesen – gegenüber dem 2. Quartal 2012 sind das minus 2,0 Prozent.

Wirtschaftsfachmann Joe Rundle von ETX Capital meint: “Deutschland boomt, Frankreich – geht so. Aber Südeuropa – da sieht es nicht rosig aus. Wir haben also ein zwei geteiltes Europa und Deutschland gibt den Ton an. Die Probleme der Eurozone sind noch lange nicht gelöst.”

Das Euro-Krisenland Portugal überraschte mit dem stärksten Wachstum in der Eurozone. Der Anstieg gegenüber dem ersten Quartal 2013 war so stark wie sonst nirgendwo in der EU: 1,1 Prozent. Im Jahresvergleich war der Verlust mit minus 2 Prozent nur noch halb so stark wie drei Monate zuvor.