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Indisches U-Boot explodiert und ausgebrannt

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Indisches U-Boot explodiert und ausgebrannt

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Vor ein paar Tagen gerade erst hatte die indische Marine stolz ihren ersten
Flugzeugträger zu Wasser gelassen. Nun hat eine Explosion eines ihrer U-Boote versenkt, mehrere Matrosen wurden vermutlich getötet.

Nach der Detonation im Hafen von Mumbai brannte die “Sindhurakshak” stundenlang, bevor sie in den frühen Morgenstunden gelöscht werden konnte.

Verteidigungsminister Arackaparambil Kurien Antony:

“Es ist ein großer Verlust für uns alle, die größte Tragödie der letzten Zeit. Das macht mich traurig, ebenso die Marineangehörigen, die ihr Leben im Dienst für ihr Land verloren haben.”

Das Schiff ist nach offiziellen Angaben völlig zerstört. Während der Löscharbeiten sank das Boot. Nur ein Teil des Aufbaus ragte noch aus dem Wasser.

Als das Feuer an Bord ausbrach, sprangen nach Medienberichten viele Besatzungsmitglieder über Bord ins Wasser.

Die Behörden vermuteten noch 18 Soldaten in dem Wrack. Ob es Überlebende gibt, war zunächst offen.

Die Marine nannte noch keine Brandursache, schloss aber Sabotage nicht aus. Lokale Medien spekulierten über einen Kurzschluss oder ein Gasleck.

Der Militär-Experte Uday Bhaskar über die psychologischen Folgen des Unglücks:

“Das kratzt am Glanz. In den vergangenen Tagen gab es Anlass für große Genugtuung und Stolz. Ein eigener Flugzeugträger ist eine große Sache für ein Land, das bis vor 10 Jahren noch nicht einmal einen Motorroller bauen konnte. Von einem Auto ganz zu schweigen.”

Das 1997 in Dienst gestellte dieselelektrische U-Boot aus russischer Produktion war erst im Mai in Russland generalüberholt und aufgerüstet worden.

Mit dpa

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