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Nahost: Sie reden wieder miteinander

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Nahost: Sie reden wieder miteinander

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Zum ersten Mal seit drei Jahren nehmen Israel und die Palästinenser in Jerusalem direkte Friedensgespräche auf. Vor zwei Wochen fand die erste Gesprächsrunde in Washington statt.

Das Büro des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu verhängte eine Nachrichtensperre über Einzelheiten der von den USA vermittelten Zusammenkunft.

Die israelische Verhandlungsführerin Zipi Livni und der palästinensische Chefunterhändler Saeb Erekat wollen sich bei dem Gespräch am Mittwoch hinter verschlossenen Türen nach Medienberichten zunächst auf eine Tagesordnung und die Reihenfolge der Verhandlungspunkte einigen.

Ziel der Verhandlungen sind ein Friedensabkommen und ein unabhängiger Palästinenserstaat binnen neun Monaten. Der Streit um den fortwährenden israelischen Siedlungsausbau überschattet die Verhandlungen.

26 Langzeithäftlinge hatte Israel als Zeichen des guten Willens im Vorfeld der Gespräche entlassen. Alle waren wegen Mordes oder in wenigen Fällen Beihilfe zum Mord verurteilt gewesen. Hunderte jubelnder Palästinenser empfingen die entlassenen Männer.

Israelische Opferverbände kritisierten die Freilassung heftig. Sie wiesen darauf hin, dass es sich nicht um politische Gefangene sondern um Mörder handle.