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Ägypten zählt seine Toten: Fast 300 Opfer bei Straßenschlachten

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Ägypten zählt seine Toten: Fast 300 Opfer bei Straßenschlachten

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Bilder der Verwüstung. Bilder wie nach einem Bombenangriff. Das ist Kairo im Anschluss an die gewaltsame Räumung der beiden Lager der Anhänger des ehemaligen Präsidenten Mohammed Mursi. Die Bilanz: 278 Tote, rund 2000 Verletzte landesweit.

Der ägyptische Innenminister kündigte an, der Kurs werde – falls nötig – fortgesetzt: “Nach der Verhängung des Ausnahmezustandes und nachdem der Präsident angeordnet hat, dass das Militär die Polizeieinheiten unterstützt, werden wir nirgendwo im Land mehr weitere Protestveranstaltungen dieser Art zulassen. Egal, wie hoch die Verluste sind”, sagte Mohamed Ibrahim.

Die ägyptische Armee veröffentlichte Videomaterial der Geschehnisse, das unter anderem Demonstranten zeigen soll, die auf Sicherheitskräfte schießen. Augenzeugen berichten, beide Seiten hätten sich gegenseitig mit scharfer Munition attackiert.

Ein Arzt im Rabea-al-Adawija-Krankenhaus schildert seine Beobachtungen:
“In den Verletzten, die eingeliefert wurden, steckten Kugeln. Überall. Im Kopf, in der Brust, in den Augen. Das waren keine Schrotkugeln, wie die Polizei behauptet, sondern scharfe Munition.”

Nach Angaben der Regierung waren die Demonstranten für die Eskalation verantwortlich. Sie hätten sich mit Waffengewalt gegen die Räumung der Lager gewehrt. Die Islamisten berichteten hingegen, das Vorgehen der Sicherheitskräfte sei der Auslöser gewesen.

  • Cairo ‘War zone’ 14/08/2013

    Anadolu agency


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