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Vor 40 Jahren: Die letzten amerikanischen Bomben im Vietnamkrieg

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Vor 40 Jahren: Die letzten amerikanischen Bomben im Vietnamkrieg

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Am 15. August vor vierzig Jahren fielen die letzten amerikanischen Bomben im Vietnamkrieg. Die US-Bodentruppen waren schon ein paar Monate früher abgezogen worden, doch die Bombardierungen gingen bis zum 15. August 1973 weiter.

Westliche Historiker schätzen die Zahl der Kriegstoten auf bis zu zwei Millionen, – überwiegend vietnamesische Zivilisten und etwa 58.000 US-Soldaten. Vietnamesische Historiker nennen oft höhere Zahlen.

Auch im Vietnam von heute sind die Narben des Krieges noch deutlich. Etwa eine Million Vietnamesen leiden an den Spätfolgen von Agent Orange, einem von den Amerikanern großflächig eingesetzten, hochgiftigen Entlaubungsmittel.

Und auch Blindgängermunition fordert jedes Jahr neue Opfer.

An diesem 15. August bewegt die Menschen in Vietnam jedoch auch das Schicksal zweier Männer, – ein Vater, der damals mit seinem zweijährigen Sohn in den Dschungel geflohen war und seit vierzig Jahren dort mit ihm in völliger Abgeschiedenheit gelebt hatte. Waldarbeiter hatten sie gefunden. Die Behörden haben sie in einem Dorf zwangsangesiedelt, doch die beiden wollen zurück in den Dschungel.