Eilmeldung

Eilmeldung

Falscher "Rockefeller" muss wegen Mordes lange hinter Gitter

Sie lesen gerade:

Falscher "Rockefeller" muss wegen Mordes lange hinter Gitter

Schriftgrösse Aa Aa

Ein Deutscher muss in den USA für mindestens 27 Jahre ins Gefängnis. Dieses Strafmaß wurde jetzt verhängt, nach einer Verurteilung im April. Christian Karl Gerhartsreiter hatte laut diesem Urteil 1985 den Sohn seiner Vermieterin getötet – was er aber bestreitet.

Bekannt war er bisher jedoch vor allem, weil er sich oft als Mitglied der reichen Rockefellerfamilie ausgab. Seit Jahrzehnten lebte der gebürtige Bayer auch unter anderen falschen Namen in den USA. Zum Zeitpunkt des Verbrechens hatte er den Namen Christopher Chichester angenommen.

Bei der Verkündung der Strafe trat Gerhartsreiter als sein eigener Anwalt auf. Seine Verteidiger hatte er nach dem Prozess im April entlassen. Gerhartsreiter pocht weiter auf seine Unschuld und macht für den Mord die Ehefrau des Opfers verantwortlich. Die Frau ist seitdem allerdings selbst verschwunden.

Die Leiche des Opfers wurde erst 1994, neun Jahre also nach dem Verschwinden, bei Bauarbeiten im Garten seines Elternhauses zufällig gefunden. Sogar erst 2008 konnte sie mit neuen Methoden der Genanalyse identifiziert werden.