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Schöne Jelena fühlt sich missverstanden

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Schöne Jelena fühlt sich missverstanden

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Russlands gefeierte Stabhochsprung-Weltmeisterin Jelena Issinbajewa hat nach ihren umstrittenen Äußerungen zum russischen Anti-Homosexuellen-Gesetz eine Rolle rückwärts gemacht.
Sie sei missverstanden worden, liess sie vom Leichtathletik-Weltverband verbreiteten. Zuvor hatte Issinbajewa das Verbot von Homosexuellen-Propaganda in ihrer Heimat noch vehement verteidigt.
800-Meter-Läufer Nick Symmonds kann das nicht verstehen:
“Für mich hat sie eine Grenze überschritten, indem sie unseren lesbischen und schwulen Kumpeln die Normalität abspricht. Wie kann eine so weltgewandte Frau so abseits der freien Welt leben,” meint der US-Amerikaner, der seine Silbermedaille Homosexuellen widmete.
Auch eine schwedische Hochspringerin hatte bei der WM in Moskau gegen dasGesetz protestiert und sich die Farben des Regenbogens
auf ihre Fingernägel lackiert, das Symbol der Schwulen- und Lesben-Bewegung.
“Eine Frau vom Kaliber Issinbajewas sollte wissen, was sie sagt,” meint Nikolai Alexejew als Vertreter der russischen Schwulen-Szene, “sie hat gemerkt, dass sie einen Fehler gemacht hat, und jetzt versucht sie, irgendwie aus der Nummer rauszukommen.”
Das scheint auch nötig zu sein, denn wenige Monate vor Olympia in Sotschi hat Russland kein Interesse an einer hitzigen “Homo-Debatte”. Zumal Issinbajewa dort als Bürgermeisterin des Olympischen Dorfes eingeplant ist…..