Eilmeldung

Eilmeldung

200 Vermisste nach Fährunglück vor Philippinen

Sie lesen gerade:

200 Vermisste nach Fährunglück vor Philippinen

Schriftgrösse Aa Aa

Nach dem schweren Fährunglück vor den Philippinen werden deutlich mehr Menschen vermisst als zunächst angenommen. Taucher suchen in dem Wrack nach Toten. Bislang konnten 28 Leichen geborgen werden. Wie die Küstenwache mitteilt, ist der Verbleib von rund 200 Passagieren und Besatzungsmitgliedern unklar.

Überlebende berichteten, dass die meisten Menschen an Bord schon schliefen, als das Unglück passierte. “Es ging alles so schnell. Ein Band spielte, als wir einen lauten Schlag hörten und der Sänger auf mich zuflog. Ich schnappte meine Frau und meine Tochter, die schliefen, und wir flohen. Wäre ich nicht zu ihnen gegangen, wären sie wohl getötet worden, denn sie dachten, wir legen am Pier an”, berichtet Rolando Manliguis.

Die “MV St. Thomas Aquinas” war am Freitagabend kurz vor dem Einlaufen in den Hafen von Cebu, rund 600 Kilometer südlich der Hauptstadt Manila, mit einem Frachtschiff zusammengestoßen und gesunken. Die Fähre war von der südphilippinischen Provinz Agusan del Norte unterwegs über Cebu nach Manila. Sie hatte kurz vor der Kollision um eine Kursänderung gebeten. Ob der Kapitän des Frachtschiffes zustimmte ist unklar.

Weiterführende Links
Philippinischer Katastrophenschutz (englisch)

Stellungnahme Schiffseigner (englisch)