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Zebari fordert mehr Engagement der USA

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Zebari fordert mehr Engagement der USA

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Angesichts der neuen Gewaltausbrüche im Nahen Osten hat der irakische Außenminister Hoşyar Zebari die USA zu mehr Engagement in der Region aufgerufen. Bei seinem Besuch in Washington warnte er die Obama-Regierung vor ernsthaften Konsequenzen, falls sie den Nahen Osten nicht im Blick behält. Das könne auch zu einem Wiedererstarken von Terrorgruppen wie Al Quaida führen.
“Niemand sollte hier in Washington den Einfluss unterschätzen, den die USA, ihre Werte, ihre Moralvorstellungen haben”, sagte er bei einer Rede im Zentrum für Strategische Internationale Studien, “wir brauchen ganz ehrlich mehr Führungsstärke.”
Zuvor hatte sich Zebari mit seinem amerikanischen Amtskollegen John Kerry getroffen. Gesprächsthemen waren neben dem Terrorismus auch die Lage in Ägypten und Syrien sowie eine engere Kooperation zwischen den USA und dem Irak.
“Wir mussten miterleben, wie Al Quaida eine ganze Menge Anschläge auf unschuldige Irakis verübt hat,” so John Kerry, “und dieses Netzwerk reicht weit über die Grenzen des Irak hinaus.”
Kerry unterstrich, dass die USA ihr Versprechen einhalten werden, dem Irak zu helfen und Al Quaida zu bekämpfen. Die Strategie der Amerikaner dabei ist klar: Die irakische Regierung soll in die Lage versetzt werden, selbst wirksam gegen Terroristen vorzugehen.
Allerdings ist dieser Plan ins Stocken geraten: Die Obama-Regierung möchte z.B. Kampfhubschrauber an Bagdad verkaufen – aber das wird vom Kongress strikt abgelehnt.