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Ägypten: Gewalt beeinträchtigt Tourismus

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Ägypten: Gewalt beeinträchtigt Tourismus

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Die Unruhen in Ägypten sind inzwischen auch auf die touristischen Zentren übergegriffen. Viele europäische Veranstalter haben Reisen nach Ägypten abgesagt. Den beiden größten europäischen Touristikkonzernen, den deutsch-britischen Unternehmen TUI und Thomas Cook folgten nun auch die italienischen Veranstalter: “Wir erwarten keine Abflüge bis zum 20. August. Einige Reiseveranstalter nehmen keine Buchungen bis zum 15. September entgegen. Das ist in Deutschland, Frankreich und in Russland der Fall”, sagt der italienische Reiseveranstalter Fabio Catafei.

Betroffen sind Ausflüge nach Kairo, Nilkreuzfahrten und die Badeorte am Roten Meer. Bislang waren die Orte an der Küste des Roten Meeres weitgehend von Gewalt verschont geblieben. Doch in dieser Woche gab es nicht nur erste Demonstrationen, in der Nacht zum Donnerstag wurde in Hurghada auch ein Anhänger der Muslimbruderschaft getötet.

Die Absage der Reiseveranstalter trifft Ägypten hart. Zehn Milliarden Dollar erwirtschaftete Ägypten im Jahr 2012 mit dem Tourismus, 13 Prozent der Arbeitnehmer leben von dem, was die Urlauber im Land ausgeben, von der Putzfrau in den Ressorts bis zu den Teppichknüpfern und Andenkenhändlern.