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Besuch im Kairoer Polizeikrankenhaus: "Sie wollten alle töten"

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Besuch im Kairoer Polizeikrankenhaus: "Sie wollten alle töten"

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Im Polizeikrankenhaus in Kairo werden viele der Polizisten behandelt, die bei den Protesten der vergangenen Tage verletzt wurden. Mehr als hundert sollen es sein, so das Krankenhaus. Jetzt luden die ägyptischen Behörden internationale Pressevertreter zum Besuch am Krankenbett. Begleitet wurden die Reporter unter anderem vom Kairoer Sicherheitschef Dschamal Abed Alaal.

Der verletzte Chef einer Polizeistation in Kairo berichtet: “Ich hatte es mit gewalttätigen Demonstranten zu tun, die bewaffnet und gut trainiert waren. Sie waren entschlossen, in meine Polizeistation einzudringen und jeden im Inneren zu töten.”

Viele der Männer hier haben Stichverletzungen, die meisten liegen aber mit Schusswunden hier.

Ein Arzt berichtet über einen Patienten: “Er hat zwei Schüsse abbekommen, einen in die Brust. Er hatte eine Blutung um die Lungen und eine Art Hämatom auf der Brust.”

Laut der Regierung kamen bei den jüngsten Protesten 70 Polizisten ums Leben. In den vergangenen Tagen waren immer wieder Polizeistationen angegriffen worden. Die Regierung hatte die Beamten angewiesen auf alle zu schießen, die öffentliche Gebäude verwüsten.