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Kurden in Syrien: "Die Islamisten köpfen sogar Kinder"

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Kurden in Syrien: "Die Islamisten köpfen sogar Kinder"

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In der syrischen Hauptstadt Damaskus ist ein Team von Waffenexperten der UNO eingetroffen. Sie sollen herausfinden, ob in dem Bürgerkrieg Chemiewaffen eingesetzt wurden. Aufständische und die Regierung von Präsident Baschar al-Assad beschuldigen sich gegenseitig, C-Waffen verwendet zu haben.

Unterdessen gehen die Kämpfe weiter. Ins Internet gestellte, unverifizierte Videos der Rebellen sollen unter anderem Gefechte auf einer Militärbasis in Idlib im Norden des Landes zeigen. Ein anderes Video der Aufständischen zeigt angeblich, wie Kämpfer der Freien Syrischen Armee einen Turm bei Damaskus sprengen.

Tausende kurdische Syrier fliehen indes über die Grenze in den kurdischen Teil des Irak. Sie sagen, sie hätten Angst vor der islamistischen al-Nusra-Front. Deren Kämpfer hätten es unter anderem auf Kurden und deren Besitztümer abgesehen, sagen sie.

Ein kurdischer Flüchtling berichtet: “Da liegen Körper ohne Köpfe in den Leichenhallen. Welche internationalen Normen und welche Doktrin kann diese Toten rechtfertigen? Die al-Nusra-Leute schneiden den Menschen die Köpfe ab, sogar Kindern. Die al-Nusra-Front hat es erlaubt, Kurden abzuschlachten.”

Ein anderer Mann: “In unserer Gegend herrscht Hunger, wir haben keine Jobs. Die Menschen müssen im eigenen Land fliehen, die Lage wird täglich schlimmer. Und jeden Tag werden die Schäden für das Land größer. Es gibt keine Sicherheit mehr.”

Die kurdische Regionalverwaltung im Irak hatte die Grenze im Mai weitgehend geschlossen und nur vereinzelt Flüchtlinge ins Land gelassen. Die UNO rief alle Nachbarländer Syriens dazu auf, ihre Grenzen für die Flüchtlinge offenzuhalten.

Mit dpa, Reuters, AFP