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Spanische Fischer demonstrieren mit Kuttern vor Gibraltar

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Spanische Fischer demonstrieren mit Kuttern vor Gibraltar

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Der Streit um Gibraltar verschärft sich weiter. Mehrere britische Kriegsschiffe trafen in dem britischen Überseegebiet ein. Vor einigen Wochen hatten die spanischen Behörden die Grenzkontrollen ausgeweitet. Betroffene sprechen von Schikanen.

Ausgelöst wurde die Krise durch die Entscheidung der Regierung des britischen Überseegebiets Ende Juli an der Grenze zu Spanien als 70 Betonblöcke mit Metallstacheln im Meer zu versenken. Damit sollte ein künstliches Riff zum Schutz der Laichgründe geschaffen werden. Spaniens Fischer werfen Gibraltar vor, ihnen damit ihre traditionellen Fischgründe zu rauben, da die Stacheln die Netze beschädigen.

“Wir wollen nur respektiert werden. Schluss mit diesem Unfug”, verlangt eine Frau. “Was verlieren wir? Eine ganze Bucht voller Meeresfrüchte. Hier haben wir gefischt und jetzt liegen Betonblöcke da und wir können nicht mehr fischen”, klagt Fischer Manuel Morente.

Fischer aus dem spanischen Grenzort La Línea de la Concepción veranstalteten mit rund 40 Fischkuttern an der der Seegrenze eine Protestdemonstration. Die Demonstration wurde von der Guardia Civil und der Royal Navy beobachtet. Fischer und britische Soldaten beschimpften sich gegenseitig. Gewaltsame Zwischenfälle wurden nicht gemeldet.

Weiterführende Links

Gibraltar Chronicle (englisch)

Panorama Gibraltar’s online daily (englisch)