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Angespannte Ruhe in Kairo

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Angespannte Ruhe in Kairo

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Nach blutigen Auseinandersetzungen im Zentrum von Kairo ist in der ägyptischen Hauptstadt vorerst Ruhe eingekehrt.

Soldaten hatten am vergangenen Mittwoch das Feuer auf Anhänger des abgesetzten Staatspräsidenten Mohammed Mursi eröffnet.Daraufhin war es noch bis zum Wochenende zu bewaffneten Straßenkämpfen gekommen. In der Hauptstadt starben seit Mitte der Woche 450 Menschen.

“Das alles hat mich sehr verwirrt”, so ein Anwohnerin Kairos Zentrum. “Niemand hört die jeweils andere Seite an. Niemand nimmt Rücksicht auf den anderen oder betrachtet dessen Standpunkt. Es hat doch keiner eine Lösung parat. Dafür müssen wir einander zuhören und uns für den anderen interessieren.”

Auf Seiten der Übergangsregierung steht General Abdel Fattah Sisi, Oberbefehlshaber der Armee. Ägypten lasse sich nicht durch Gewalt in die Knie zwingen, sagte Sisi in einer Ansprache. Angesichts der Zerstörung im Land werde er nicht schweigen. Trotzdem, so der General, sei in Ägypten aber Platz für alle.

Sisi hatte in der vergangenen Woche den Befehl für die Schüsse auf Demonstranten zweier Protestcamps gegeben. Auch die Anhänger der Muslimbrüder machten von ihren Waffen Gebrauch. Seit dem Wochenende galten in Kairo immer wieder Ausgangssperren.

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