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Anti-Schwulen-Gesetze in Russland sorgen weiter für Unruhe in der Sportwelt

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Anti-Schwulen-Gesetze in Russland sorgen weiter für Unruhe in der Sportwelt

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Man hat sich nicht gerade mit Ruhm bekleckert in Russland. Der erste sportliche Großevent auf russischem Boden seit dem Inkrafttreten der Gesetze gegen “Homosexuellen-Propaganda” ist Geschichte. Die Leichtathletik-WM war sportlich zwar erfolgreich, doch politisch wirbelte die umstrittene Gesetzgebung auch international viel Staub auf. Russlands Sportminister Vladimir Mutko wollte beschwichtigen, was vielleicht so nicht bei allen Homo- und Transsexuellen gut ankam.

“Wir wollen mit diesem Gesetz nur unsere Kinder beschützen”, sagte Mutko auf einer Pressekonferenz nach der Leichtathletik-WM. “Sie sollen nicht von Propaganda für Drogen, Alkohol und nicht traditioneller sexueller Orientierung betroffen sein. Sie sollen, wenn sie Erwachsen sind, ihre eigene Entscheidung treffen. Darauf zielt dieses Gesetz ab. Wie auch immer, herzlich Willkommen in Russland und Sotschi. Alle Rechte und Freiheiten werden geschützt sein, und es wird keine Diskriminierung geben.”

Das Gesetz, das angeblich dem Jugendschutz dienen soll, ist auch im Vorfeld der Olympischen Winterspiele in Sotschi im kommenden Februar umstritten. Einige schwule und lesbische Sportler befürchten Benachteiligungen, im schlimmsten Fall sogar Übergriffen auf ihre Person. Im Internet rufen Menschenrechtler zum Boykott der Spiele auf, doch zahlreiche Staats- und Regierungschefs, unter anderem US-Präsident Barack Obama, halten einen Boykott für falsch.