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Eine Geisterstadt: Chinas Boomtown menschenleer

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Eine Geisterstadt: Chinas Boomtown menschenleer

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Qianhai sollte so etwas werden wie das neue Hong Kong. Ein Wirtschafts- und Bankenzentrum im Süden Chinas, das Investoren in Scharen anlockt und in dem das Geld gewissermaßen auf der Straße liegt. Vor einem Jahr wurden die Pläne enthüllt, die in Verbindung mit Shenzhen und Hong Kong eine Sonderfinanzzone vorsahen. Der Kapitalmarkt des Landes sollte allmählich, quasi zu Testzwecken, geöffnet werden. Doch passiert ist seither nicht viel.

“Warum dauert das alles so lange?” , fragt Chan Yan-Chong von der City University Hong Kong und gibt die Antwort: “Ganz einfach, weil die Regierung sehr vorsichtig ist. Es müssen so viele verschiedene Anfragen anderer Städte bearbeitet werden. Warum sollte man also in Qianhai investieren und nicht in Shanghai?”

Die innerhalb kurzer Zeit hochgezogenen Gebäude stehen zum Großteil leer, eine pulsierende Metropole ist Qianhai noch lange nicht. Ausländische Investoren hatten sich durch neuen Anlagemöglichkeiten fette Beute versprochen. Doch selbst in China geht eben nicht alles auf Knopfdruck.