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Sex-Drive-In in Zürich: mit dem Auto zum Verkehr

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Sex-Drive-In in Zürich: mit dem Auto zum Verkehr

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Auch hier wird es sicherlich Verkehrsregeln geben: bei der Anfahrt zum Sex-Drive-In unweit von Zürich. Hier kann man(n) seit Ende August seinem ganz persönlichen Drang nachgehen. Um für die Prostituierten ein sicheres Umfeld außerhalb des Stadtzentrums zu gewährleisten, wurden für umgerechnet rund zwei Millionen Euro zehn offene Sexgaragen errichtet. Projektleiter Michael Herzig erklärt, dass sich in den vergangenen Jahren die Probleme verschärft hatten. Vor allem Roma-Frauen seien zur Prostitution gezwungen worden. Die gesamte Situation habe eine Lösung gefordert.

Der Straßenstrich in der Züricher Innenstadt soll mit der Eröffnung der Garagen verschwinden. Ob damit alle Probleme gelöst sein werden, ist unklar. Zumindest sind die Voraussetzungen in den Boxen besser.

Ursula Kocher von der Frauenberatungsstelle Flora Dora sagt: “Die Einrichtung hat verschiedene Vorteile. Hier können wir den Frauen besser helfen, denn wir können Vorort sein. Auch ist die Infrastruktur besser, denn hier gibt es Toiletten und Duschen. Außerdem gibt es Räume, in denen man ein Gespräch suchen kann ohne dabei beobachtet zu werden.”

Der Sex-Drive-In war nicht unumstritten. Anwohner hatten sich ohne Erfolg gegen die Einrichtung gewandt, die nur von männlichen Autofahrern aufgesucht werden darf. Spaziergänger und Radfahrer bleiben außen vor.