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Drogenprozess: Britinnen vor Gericht in Lima

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Drogenprozess: Britinnen vor Gericht in Lima

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Im peruanischen Drogenprozess gegen zwei junge Britinnen sind die Angeklagten in Lima vor Gericht erschienen. Ihr Fall soll heute dem Bezirksstaatsanwalt der Hauptstadt präsentiert werden.

Michaella McCollum und Melissa Reid waren auf dem Weg nach Madrid und Mallorca, als sie am Flughafen von Lima mit Kokain im Wert von umgerechnet 1,8 Millionen Euro aufgegriffen wurden. Die Frauen beteuern ihre Unschuld.

“Sie hatte nur ihre Handtasche dabei, nicht etwa Drogen, wie es ihr vorgeworfen wird”, so McCollums Anwalt. “Michaella schuldete niemandem Geld, auch nicht irgendwelchen Drogendealern. Sie hat und hatte nichts mit Drogenhandel zu tun.”

Die beiden 20-Jährigen behaupten weiter, von Drogendealern zum Transport der fast zwölf Kilo Kokain gezwungen worden zu sein. Andernfalls habe man ihren Familien schaden wollen.

“Zum Zeitpunkt ihrer Festnahme waren sie nervös, schienen verblüfft. Sie sprechen kein Spanisch, was ihnen die Kommunikation erheblich erschwerte”, so ein Drogenfahnder der peruanischen Polizei.

Vor Ort bemüht sich seither Melissa Reids Vater um die Freilassung seiner Tochter. Sie und ihre Freundin befinden sich in Untersuchungshaft in einem Gefängnis der peruanischen Hauptstadt.