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Flüchtlingsquote im Nordirak begrenzt: "Wir können nicht mehr"

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Flüchtlingsquote im Nordirak begrenzt: "Wir können nicht mehr"

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Die Lokalregierung in der Kurdenregion des Irak hat die Zahl der syrischen Flüchtlinge auf 3000 am Tag beschränkt. Das melden Hilfsorganisationen vor Ort. Am Montag hätten noch 4800 Menschen den Grenzübergang Sahela nordwestlich der irakischen Stadt Mosul passiert. Allein seit dem vergangenen Donnerstag seien 30.000 Syrer – ein Großteil von ihnen Frauen und Kinder – angekommen.

Die Vereinten Nationen fürchten angesichts der Massenflucht von Syrern in den Norden des Irak eine neue humanitäre Notsituation. Auch der Gouverneur der Region, Nozad Hadi, sagt, die Grenzen seien erreicht: “Wir können nicht mehr. Wir sind einer so großen Zahl an Flüchtlingen nicht gewachsen und es werden immer mehr hier in Kurdistan. Dieses Lager bricht aus allen Nähten, hier sind 13.000 Menschen untergebracht. Wir haben kürzlich zwei neue Lager eröffnet, aber der Exodus aus Syrien ist zuviel für die Region.”

Laut UN-Angaben hielten sich bereits vor der jüngsten Massenflucht mehr als 154.000 syrische Flüchtlinge im Irak auf. Das UNHCR sei bemüht, mehr Zelte und Versorgungsgüter in der stark betroffenen Kurdenregion des Irak bereitzustellen. Insgesamt hat das UNHCR bisher rund 1,92 Millionen Flüchtlinge aus Syrien registriert, zumeist in den Nachbarländern. Zwei Drittel von ihnen flohen allein seit Anfang dieses Jahres aus dem Bürgerkriegsland.

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