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Wolfgang Schäuble: doch ein drittes Rettungspaket für Griechenland

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Wolfgang Schäuble: doch ein drittes Rettungspaket für Griechenland

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Der deutsche Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat offen eingeräumt, dass Griechenland wohl doch im kommenden Jahr ein drittes Rettungspaket benötigen wird. Einen weiteren Schuldenschnitt gäbe es mit Schwarz-gelb aber auf keinen Fall. Nur die besondere Lage Griechenlands habe diesen Schritt verlangt: “Deswegen mussten wir bei Griechenland auch machen was einmalig war: einen Schuldenschnitt von über 50 Prozent, aber deswegen gibt es keinen zweiten. Es wird für Griechenland nochmal ein Programm geben müssen. Aber das ist der Öffentlichkeit schon lange gesagt worden.”

Knapp fünf Wochen vor der Bundestagswahl kommt diese Aussage überraschend. Denn auch wenn Schäuble und Merkel keinen Positionswechsel der Regierung erkennen wollen: Bisher hatte die Bundesregierung offen gelassen, wie es mit dem hoch verschuldeten Griechenland 2014 weitergehen soll. Die Opposition warf der Regierung vor, den Wählern keinen reinen Wein einzuschenken.

Die schärfsten Kritiker der Griechenland-Hilfe organisieren sich derzeit in der im Februar neu gegründeten Anti-Euro-Partei “Alternative für Deutschland”. Bernd Lucke, der Parteichef der AfD erklärt: “Wir sind ganz normale Bürger, ganz normale Steuerzahlen, die sich Sorgen machen um ihre wirtschaftliche Zukunft und um die Belastung durch diese riesigen Schulden, die wir übernehmen und die auch uns vor unüberwindbare wirtschaftliche Hindernisse stellen könnten.” Die AfD will ein Ende der Eurozone und den Ausstieg Deutschlands aus der Gemeinschaftswährung. In Umfragen liegt die Partei bisher nur bei 2- 3 Prozent.