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In Wahlkampfzeiten: Merkels Besuch in Dachau

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In Wahlkampfzeiten: Merkels Besuch in Dachau

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Als erste deutsche Regierungschefin hat Bundeskanzlerin Angela Merkel das Konzentrationslager in Dachau besucht. Sie war damit der Einladung eines ehemaligen KZ-Häftlings gefolgt. Bei ihrem Besuch legte Merkel einen Gedenkkranz nieder und sprach von einem besonderen Moment, bei dem sie tiefe Trauer und Scham fühle. Kritik erntete die Bundeskanzlerin, weil sie die KZ-Gedenkstätte zwischen zwei Wahlkampfterminen besuchte. Auf einer Wahlveranstaltung der bayerischen CSU sagte sie später:

“Auch damals war das KZ mitten unter uns. Wer wollte, konnte das damals auch sehen und hören. Und deshalb ist es so wichtig, dass es nie wieder passiert, dass wir wegsehen und dass wir weghören.”

Teile der Opposition kritisierten, ein Besuch des ehemaligen KZs in Wahlkampfzeiten sei geschmacklos. Merkel hält sich in dieser Woche verstärkt in Bayern auf. Dort wird eine Woche vor der Bundestagswahl ein neuer Landtag gewählt.