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Leck in Fukushima: Japanische Atombehörde spricht von "ernstem Störfall"

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Leck in Fukushima: Japanische Atombehörde spricht von "ernstem Störfall"

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Die japanische Atomschutzbehörde hat das neue Leck am Atomkraftwerk in Fukushima als “ernsten Störfall” eingeordnet. Es ist das bisher schwerste, denn 300 Tonnen radioaktiv verseuchten Kühlwassers traten aus. Die japanische Atomschutzbehörde sieht das Austreten einer so großen Menge verseuchten Wassers als einen Vorfall der Stufe 3 auf der internationalen Skala für Atomunfälle. (Die Skala geht von 0 bis 7, der Unfall in Fukushima im März 2011 steht auf der höchsten Stufe.) Unterdessen sind die Reparaturtrupps in der Atomruine dabei, die restlichen 700 Tonnen aus einem Auffangtank in einen anderen umzufüllen.

Infolge des Erdbebens und des Tsunamis vom 11. März 2011 war das AKW verwüstet worden. Es kam zu Kernschmelzen. Seither pumpen die Reparaturtrupps Wasser zur Kühlung in die Reaktoren. Die immer größeren Mengen verseuchten Wassers stellen eines der größten Probleme für die Arbeiter in der Atomruine dar.

Unterdessen sind auffällig viele krankhafte Schilddrüsenveränderungen bei Kindern festgestellt worden.
Die Präfekturverwaltung von Fukushima will die Schilddrüsen aller in der Region lebenden Kinder, die zum Zeitpunkt des Atomunfalls vom 11. März 2011 im Alter von 18 Jahren oder jünger waren, untersuchen lassen. Das sind etwa 360.000 Kinder.

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