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Mallorca: Wald brennt


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Mallorca: Wald brennt

Drei Wochen nach dem verheerenden Waldbrand auf Mallorca hat erneut eine Feuersbrunst die spanische
Ferieninsel heimgesucht. Wie die Regionalregierung der Balearen am Mittwoch mitteilte, war das Feuer am Vorabend in einer abgelegenen Gegend in der Nähe des Naturparks Llevant im Osten Mallorcas ausgebrochen.

Angetrieben vom Wind breiteten die Flammen sich zwischen den Ortschaften Artá und Capdepera auf einer Fläche von mehr als 450 Hektar aus. Das Feuer war in der Nacht sogar von der Nachbarinsel Menorca aus zu sehen. Im Brandgebiet mussten 180 Bewohner und Feriengäste sicherheitshalber ihre Häuser verlassen. Sie konnten aber am Mittwoch im Laufe des Tages in die Wohnungen zurückkehren.

Den Löschmannschaften sei es gelungen, den Waldbrand zu 75 Prozent zu stabilisieren und eine weitere Ausweitung zu verhindern, sagte der Einsatzleiter der Feuerwehr, Miquel Sintes, auf einer Pressekonferenz. Es bestünden gute Aussichten, dass das Feuer bald unter Kontrolle gebracht werden könne. Im Kampf gegen die Flammen waren 150 Feuerwehrleute und elf Löschflugzeuge im Einsatz. Das
spanische Militär schickte eine Sonderheit zur Unterstützung der Feuerwehr.

Das Feuer war der zweite größere Waldbrand in diesem Jahr auf Mallorca. Ende Juli waren beim wahrscheinlich größten Flammeninferno in der Geschichte der Insel im Naturparadies des Tramuntana-Gebirges mehr als 2300 Hektar Wald vernichtet worden. Nach Schätzungen von
Experten wird es mehrere Jahrzehnte dauern, bis die Schäden behoben sein werden. Mehr als 800 Einwohner und Touristen mussten damals vor den Flammen in Sicherheit und der Ort Estellencs komplett evakuiert werden.

Im Norden und in der Mitte Portugals hat die Feuerwehr die Waldbrände eingedämmt, aber noch nicht vollständig unter Kontrolle gebracht. Etwa 300 Feuerwehrleute kämpften noch gegen die Flammen. Spanien und Frankreich schickten Löschflugzeuge zur Hilfe. Ein Angestellter des E-Werks kam in der Stadt Gois ums Leben, als er versuchte, durch die Flammen beschädigte Leitungen zu reparieren.

Einige Familien im Distrikt Coimbra verloren durch die Brände ihre Häuser. Seit Januar diesen Jahres wurden in Portugal mehr als 30.000 Hektar ein Raub der Flammen. Die Polizei ermittelt an mehreren Orten wegen Brandstiftung.

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