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Kann Manning auf Obamas Gnade hoffen?

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Kann Manning auf Obamas Gnade hoffen?

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Der Schock bei den Anhängern von Wikileaks-Informant Bradley Manning sitzt tief. Das Urteil, 35 Jahre Gefängnis, war für viele seiner Unterstützer zu viel. Nach der Urteilsverkündung brachen einige von ihnen in Tränen aus, andere machten ihrem Unmut Luft. Auch Popstar Lady Gaga kritisierte das Urteil als, so wörtlich, verheerend. Andere waren einfach nur traurig. “Ich bin sehr traurig, wütend und enttäuscht”, sagte einer der Unterstützer. “Mein Herz blutet. Menschen haben nach der Urteilsverkündung geweint. Es ist doch ein Verbrechen einen jungen Mann für so lange Zeit wegzusperren.”

Richterin Denise Lind blieb mit ihrem Urteil weit unter den von den Anklägern geforderten 60 Jahren Haft für Bradley Manning. Ihm hatte sogar eine maximale Strafe von 90 Jahren gedroht. Nach der Urteilsverkündung sagte Verteidiger David Combs:

“Es ist an der Zeit, das Leiden von Bradley zu beenden. Es ist an der Zeit, dass unser Präsident sich darauf besinnt, Whistleblower zu beschützen anstatt sie zu bestrafen. Es ist an der Zeit, dass der Präsident Bradley Manning begnadigt.”

Doch sicherlich wird es vorerst kein Pardon für Manning geben, auch aus politischen Gründen.

euronews-Korrespondent Stefan Grobe berichtet aus Maryland: “Das Urteil ist eine verstörende Botschaft an Edward Snowden, einen weiteren jungen Geheimnisverräter, der jüngst politisches Asyl in Russland erhalten hat. Schuldig oder nicht: Amerika schuldet Manning und Snowden eine breite Debatte über Regierungsgeheimnisse.”

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