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Protestaktionen unterbunden: Strafverfahren gegen Bo Xilai eröffnet

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Protestaktionen unterbunden: Strafverfahren gegen Bo Xilai eröffnet

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In China hat der Korruptionsprozess gegen den ehemaligen Spitzenpolitiker Bo Xilai begonnen. Sicherheitskräfte haben das Gebiet um das Gerichtsgebäude der Stadt Jinan herum weiträumig abgeriegelt. Bereits am Vortag des Prozessbeginns war es zu vereinzelten Protestaktionen gekommen.

Bo, einst Parteichef von Chongqing, werden Bestechlichkeit, Unterschlagung und Amtsmissbrauch vorgeworfen. In Prozessen zuvor waren Bos einstiger Polizeichef wegen Korruption und Bos Ehefrau wegen des Mordes am britischen Staatsbürger Neil Heywood verurteilt worden. Es soll Streit um Geld gegeben haben, das der Brite für die Funktionärsgattin außer Landes schaffen und im Westen sicher anlegen sollte.

Kritiker befürchten, dass es beim dem jetzt beginnenden Prozess gegen den ehemaligen Spitzenpolitiker um mehr als Korruption geht. Vereinzelte Protestaktionen im Vorfeld des Strafverfahrens wurden von den Sicherheitskräften im Keim erstickt. Die Kommunistische Partei hofft auf einen raschen Prozess, damit auch in die eigenen Reihen wieder Ruhe einkehrt.