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UN will Aufklärung von möglichem Giftgasangriff in Syrien

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UN will Aufklärung von möglichem Giftgasangriff in Syrien

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Ob es am Mittwoch wirklich einen Giftgasangriff in der Nähe von Damaskus gegeben hat, ist weiterhin unklar. Die Vereinten Nationen fordern nun eine Klärung des Vorfalls. Chemiewaffenexperten sollen die genaueren Umstände untersuchen. Dabei hofft die UN, dass Syrien die Experten, die sich bereits im Land aufhalten, gewähren lässt. Die Opposition wirft der Regierung in Damaskus vor, bei einem Giftgasangriff mehr als 1.300 Menschen getötet zu haben. Das Assad-Regime bestätigte Angriffe im Osten und Süden der Hauptstadt, allerdings seien diese ohne den Einsatz von Chemiewaffen erfolgt.

“Diese Vorfälle, unabhängig vom Ergebnis, stellen eine ernsthafte Eskalation mit schwerwiegenden humanitären Konsequenzen dar“, sagte der stellvertretende UN-Generalsekretär Jan Eliasson. „Wir hoffen, dass wir in der Lage sein werden, die Untersuchungen durch Dr. Sellström und sein Team auf den Weg zu bringen. Wir hoffen, dass die Experten Zugang zum betroffenen Gebiet erhalten.”

Während vor dem UN-Gebäude in New York gegen das Assad-Regime demonstriert wird, werfen sich beide Bürgerkriegsparteien weiterhin gegenseitig den Einsatz von Chemiewaffen vor. Einen kurzfristigen Zugang zu Kampfgebieten will die syrische Regierung der UN aus angeblichen Gründen der Sicherheit nicht erteilen.
Und auch falls sie vor Ort ankommen sollten, dann besteht der Auftrag der UNO-Experten bisher auch nur darin zu ermitteln, OB es Giftgasangriffe gegeben hat. Herauszufinden, wer für den Einsatz von Chemiewaffen verantwortlich ist, gehört nicht zu ihrer Mission.

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