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Bank Merrill Lynch untersucht jetzt Tod ihres deutschen Praktikanten

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Bank Merrill Lynch untersucht jetzt Tod ihres deutschen Praktikanten

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Nach dem Tod eines deutschen Praktikanten will die Bank Merrill Lynch den Vorfall untersuchen. Der 21-Jährige absolvierte in der Londoner Niederlassung der Investmentbank ein Sommerpraktikum; er wurde tot in dem Wohnheim aufgefunden, wo
er untergebracht war. Nach bisherigen Erkenntnissen hatte er offenbar nächtelang durchgearbeitet. Die Polizei hat keine verdächtigen Umstände entdeckt und ermittelt daher nicht.

Chris Roebuck, ein Wirtschaftsprofessor, der selbst einmal solche jungen Menschen betreut hat, sagt: “Es gibt unter ihnen welche, die so zielstrebig und wettbewerbsorientiert sind, dass sie ihre körperlichen Grenzen überschreiten können: Das merken sie gar nicht, weil sie eben so jung sind. Als Vorgesetzter oder als Kollege muss man dann aufpassen, dass mit diesen jungen Leuten alles in Ordnung ist.”

Solche Praktika werden zum einen gut bezahlt; vor allem erhoffen sich die jungen Leute aber den Einstieg in eine lohnende, äußerst gutbezahlte Karriere und nehmen dafür auch höchste Belastungen in Kauf. Geklärt ist der jetzige Fall aber noch nicht;
erst in einigen Wochen soll die Blutuntersuchung ausgewertet sein und die Todesursache feststehen.

Merrill Lynch teilte mit, eine hoch angesiedelte Arbeitsgruppe solle jetzt den Fall und sein Umfeld untersuchen. Nähere Angaben machte die Bank nicht – etwa dazu, wer dieser Arbeitsgruppe angehören werde oder wie lange die Untersuchungen dauern würden.